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„Elf kurze Tage“

 

Man glaubt gar nicht, wie kurz elf Tage sein können, wenn sie mit viel Programm und sehr vielen netten Begegnungen angefüllt sind. Auch unser diesjähriger Austausch begann mit einer langen – zum Glück nicht stürmischen – Überfahrt. Nach der ersten Nacht in den Familien, begann der Dienstag dann, wie könnte es anders sein, in der Schule. Einigen machte die Zeitverschiebung doch arge Probleme und es kostete viel Überwindung gefühlt um 7.00 Uhr in der Schule zu stehen. Aber zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler in Litauen in der Schule arbeiten, war auch spannend. Es gibt dort das Lehrerraum-Prinzip, das heißt, alle Schüler wechseln für jedes Fach den Raum und es gibt keinen gemeinsamen Klassenraum für die Schüler. Dafür gibt es aber eine große Mensa, in der jeden Tag von einer eigens dafür angestellten Köchin gekocht wird, es gibt eine gut ausgestattete Leihbibliothek, in der man auch zu Sachthemen Bücher bekommt und die Schule verfügt sogar über eine eigene Krankenschwester mit Krankenzimmer. Dieses durfte einer der deutschen Schüler gleich mal ausprobieren, aufgrund einer Magenverstimmung.

Dann folgten drei Tage mit vielen Besichtigungen. Besonders die Hauptstädte, die immer wieder gewechselt wurden in der bewegten Geschichte Litauens, standen im Fokus. Mit dabei waren die ersten Siedlungen auf aufgeschütteten Erdhügeln aus dem Mittelalter in Kernave, die Wasserburg Trakai, zu deren Blütezeit das litauische Reich bis zum schwarzen Meer reichte und natürlich die heutige Hauptstadt Vilnius. Mit dabei waren immer auch litauische Schüler, die den deutschen Schülern ihre Städte und ihr Land zeigten. Organisiert wurde das abwechslungsreiche Programm von unserer Partnerschule in Vievis, wo man sich jeden Morgen traf, ein bisschen Zeit verbrachte und sich dann auf den Weg machte. Besonders bei der Wasserburg Trakai schloss sich der Kreis zu dem Märchenthema, mit dem sich die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Besuch in Deutschland beschäftigt hatten. Doch dann hieß es Abschied nehmen, denn es sollten noch drei Tage an der Ostsee folgen, mit dem Besuch des Nationalparks Kurische Nehrung und dem Besuch der Vogelstation Ventas Ragas. Auch ein Besuch im Hexenwald mit vielen kunstvoll geschnitzten Figuren aus der Märchenwelt stand auf dem Programm. Höhepunkt war aber wohl die Wanderung von der großen Sanddüne nach Nida und die anschließende Fahrt mit einem Schiff über das Haff ins Memeldelta hinein. Leider mussten wir irgendwann auch wieder nach Hause und dieser Moment kam früher als gedacht. Und so fanden wir uns wieder auf der Fähre nach Kiel und tuckerten gegen eine heftige Brise am zehnten September wieder Richtung Deutschland, wo wir dann am Elften in der Nacht wohlbehalten wieder im Kalletal ankamen. Ich denke, für einige Füße war das Busfahren nach der vielen Lauferei eine wohltuende Entspannung. Aber gefallen hat die Reise und das vielfältige Programm wohl allen.

 

P.S. Zum Thema Völkerverständigung: Als wir an die Ostsee fuhren, haben sich zeitgleich acht Schülerinnen und Schülern aus Vievis in zwei Autos auf den Weg gemacht, um ihre deutschen Freunde nochmal zu treffen. Was ihnen auch gelungen ist. Na, wenn das keine gelungene Völkerverständigung ist!

 

P.P.S. Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Stiftund West-Östliche Begegnungen und die Gemeinde Kalletal, könnten wir es längst nicht so vielen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, diese tolle Erfahrung zu machen! Vielen Dank!

 

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